Neue Immobilie? Auf die richtige Heizart setzen!

  |   Peter Eppich
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Die Energiebilanz ist bei Neu-Immobilien schon längst keine Nebensache mehr. Viele Details ergeben sich dabei zu einem Gesamtbild und hierbei spielt die Heizung eine besonders wichtige Rolle.
Der Artikel beschreibt die Vorteile der Brennwert-Technik und gibt weitere Hinweise auf die Möglichkeit von Förderungen durch die KfW-Bank.

 

Die Energiebilanz ist bei Neu-Immobilien schon längst keine Nebensache mehr. Viele Details ergeben sich dabei zu einem Gesamtbild und hierbei spielt die Heizung eine besonders wichtige Rolle.

Gas-Thermen sind die effiziente und ökologische Lösung

Bei neuen Immobilienprojekten steht vor dem ersten Spatenstich der Grundriss an. Schon zu diesem frühen Zeitpunkt wird auch entschieden, welche Art von Heizung zum Einsatz kommt. Dabei auffällig: Moderne Immobilien setzen verstärkt auf eine Gas-Therme. Diese ist kompakt und passt auch in kleine Räume, doch ihre wahre Stärke liegt in den niedrigen Emissionen.

Im langen Winter macht die Umweltbilanz der Gas-Therme folglich einen großen Unterschied. Der einzige theoretische Nachteil, nämlich die vergleichsweise geringe Wärmeleistung, fällt bei heutigen Qualitätsprodukten nicht ins Gewicht und ist daher kein Gegenargument. Da die ökologischen Vorteile von Gas-Heizungen derart offensichtlich sind, ist die Entscheidung schnell gefällt und es folgt der Blick auf die Details.

Wichtig: Brennwert- statt Heizwerttechnik wählen

Bei der Anschaffung folgt zunächst der Blick auf die Preise. Die Spanne ist relativ groß: Das untere Ende wird mit rund 1.500 Euro markiert, nach oben geht es bis 4.000 Euro oder mehr hinauf. Mindestens ebenso wichtig ist dabei die Technik: Heute führt kein Weg mehr an Gas-Thermen mit Brennwerttechnik vorbei, da die Heizwerttechnik als veraltet gilt und normalerweise gar nicht mehr zulässig ist.

Dies wurde in der EnEV (Energieeinsparverordnung) 2014 festgelegt, um den Wandel zu beschleunigen. Als Konsequenz besteht der Markt ohnehin größtenteils aus Brennwert-Thermen. Diese haben den Vorteil, dass sie die Energie aus den Abgasen ebenfalls nutzen, was zu einer (deutlich) verbesserten Effizienz führt. Bei gleicher Energieleistung liegt der Mehrverbrauch von Heizwert-Thermen rund 30 Prozent höher. Vor dem Hintergrund der Energiewende ist diese Wahl damit alternativlos.

Doch mit den oben genannten Kosten sind noch nicht alle Ausgaben gedeckt. Weitere Faktoren sind der Gasanschluss (falls nicht vorhanden), optional können Gas-Thermen auch mit Flüssiggas betrieben werden, was wiederum einen Tank erfordert. Dessen Preis hängt primär vom Volumen ab, außerdem ist zu beachten, dass Flüssiggas teurer als Erdgas ist.

Gesamtkosten von mindestens 5.000 Euro sind deswegen eher die Regel als die Ausnahme; immerhin gibt es auch hierbei KfW-Unterstützung, da der Standard 430 bis zu 15 Prozent Förderung ermöglicht. Alternativ lohnt sich auch ein Blick auf die BAFA-Förderung – beide Programme lassen sich jedoch nicht kombinieren. So oder so: Mithilfe solcher Boni wird die Gas-Therme zu einer realistischen Option, die sich auf lange Sicht umso mehr rechnet.

· Kategorien: EnEV, News · Verfasser: Peter Eppich